Baukostenrechner online: Hausbau Kosten berechnen
Der Baukostenrechner führt dich in neun Schritten durch dein Bauvorhaben und zeigt am Ende, was dein Haus kostet: regional angepasst an dein Bundesland, gegliedert nach DIN 276, mit Baunebenkosten und Förderung. Die Nutzung ist kostenlos, du brauchst kein Konto und es dauert etwa drei Minuten.
Was kostet es, ein Haus zu bauen?
Ein freistehendes Einfamilienhaus kostet im Bundesdurchschnitt rund 2.250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, schlüsselfertig und ohne Grundstück. Bei 140 Quadratmetern sind das etwa 315.000 Euro für den reinen Bau. Dazu kommen rund 18 Prozent Baunebenkosten, im Beispiel also noch einmal ungefähr 56.700 Euro.
Die Spanne ist allerdings groß. Wer einfach baut, liegt bei etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter, gehobener Standard beginnt bei ungefähr 3.300 Euro und nach oben ist die Grenze offen. Genau deshalb fragt der Rechner nach Ausstattung, Heizung, Keller, Dach und Fenstern einzeln ab, statt einen Pauschalwert auszugeben.
Baukosten pro Quadratmeter nach Haustyp
Der Haustyp verschiebt den Quadratmeterpreis deutlich. Ein Reihenhaus teilt sich zwei Wände mit den Nachbarn und spart dadurch Fassade, Fundament und Dachfläche. Eine Villa oder ein Passivhaus liegen aus denselben Gründen darüber.
| Haustyp | Kosten pro m² | Typische Größe |
|---|---|---|
| Tiny House | 1.460 € | 15–50 m² |
| Reihenhaus | 1.850 € | 100–150 m² |
| Fertighaus | 1.910 € | 110–170 m² |
| Doppelhaus | 1.980 € | 110–160 m² |
| Mehrfamilienhaus | 2.070 € | 200–500 m² |
| Schwedenhaus | 2.140 € | 100–160 m² |
| Einfamilienhaus | 2.250 € | 120–180 m² |
| Holzhaus | 2.300 € | 100–170 m² |
| Massivhaus | 2.430 € | 130–200 m² |
| Bungalow | 2.520 € | 90–140 m² |
| Passivhaus | 2.810 € | 120–180 m² |
| Villa | 3.260 € | 200–400 m² |
Werte für Neubau schlüsselfertig, ohne Grundstück und Baunebenkosten. Grundlage: BKI Baukosten Gebäude 2025/2026 und Baupreisindex des Statistischen Bundesamts.
Wie sich die Kosten nach DIN 276 aufteilen
DIN 276 ist die Norm, nach der Architekten und Banken Baukosten gliedern. Sie sortiert alle Ausgaben in Kostengruppen. Wer seine Zahlen so aufbereitet vorlegt, spart im Gespräch mit der Hausbank viel Rückfragerei.
- KG 100Grundstück samt Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch
- KG 200Herrichten und Erschließen, also Abriss, Wasser, Strom, Kanal
- KG 300Das Bauwerk selbst: Fundament, Mauerwerk, Dach, Fenster
- KG 400Technische Anlagen wie Heizung, Sanitär, Elektrik, Lüftung
- KG 500Außenanlagen: Einfahrt, Terrasse, Zaun, Garten
- KG 600Ausstattung und Kunstwerke, im privaten Hausbau meist klein
- KG 700Baunebenkosten: Architekt, Statik, Baugenehmigung, Vermessung, Energieberater, Bauleitung, Versicherungen
Die Kostengruppen 300 und 400 machen zusammen den Löwenanteil aus. Der Rechner weist dein Ergebnis in genau dieser Gliederung aus.
Was zu den reinen Baukosten dazukommt
Der Posten, den Bauherren am häufigsten unterschätzen, sind die Baunebenkosten. Sie liegen bei etwa 18 Prozent der Bausumme und sind nicht verhandelbar, weil sie zu großen Teilen aus Honoraren und Gebühren bestehen.
- Architekt und Fachplanung nach HOAI: rund 11,5 Prozent der Bausumme
- Tragwerksplanung und Statik: etwa 1,5 Prozent
- Bauleitung bei Bauen in Eigenregie: rund 2,5 Prozent
- Baugenehmigung, Vermessung und Energieberater: zusammen gut ein Prozent
- Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungs- und Feuerrohbauversicherung: knapp ein Prozent
Kaufst du zusätzlich ein Grundstück, kommen Grunderwerbsteuer je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent sowie rund zwei Prozent für Notar und Grundbuch obendrauf. Ob du ein Grundstück mitrechnest, entscheidest du im Rechner selbst.
Wo du baust, verschiebt den Preis
Zwischen Bayern und Sachsen-Anhalt liegen rund 28 Prozent Unterschied beim Quadratmeterpreis. Bei einem Haus mit 140 Quadratmetern sind das gut 79.800 Euro. Das liegt an Lohnniveau, Auftragslage der Handwerker und den Bodenpreisen in der Region.
| Bundesland | Kosten pro m² | Zum Bundesschnitt |
|---|---|---|
| Bayern | 2.590 € | +15 % |
| Hamburg | 2.570 € | +14 % |
| Baden-Württemberg | 2.520 € | +12 % |
| Hessen | 2.480 € | +10 % |
| Berlin | 2.430 € | +8 % |
| Nordrhein-Westfalen | 2.360 € | +5 % |
| Schleswig-Holstein | 2.340 € | +4 % |
| Bremen | 2.320 € | +3 % |
| Rheinland-Pfalz | 2.290 € | +2 % |
| Niedersachsen | 2.250 € | 0 % |
| Saarland | 2.200 € | -2 % |
| Brandenburg | 2.140 € | -5 % |
| Sachsen | 2.090 € | -7 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2.070 € | -8 % |
| Thüringen | 2.070 € | -8 % |
| Sachsen-Anhalt | 2.020 € | -10 % |
Von der ersten Schätzung zur Baukostenplanung
Eine Zahl allein hilft dir bei der Bank nicht weiter. Gefragt ist eine Baukostenplanung, die zeigt, woraus sich die Summe zusammensetzt und wo du Spielraum hast. Genau das ist der Unterschied zwischen einem groben Überschlag und einem Baukostenplan.
Wenn du die Ausstattung eine Stufe niedriger wählst, siehst du sofort, wie viel das ausmacht. Dasselbe gilt für Keller, Heizung oder Dachform. Diese Vergleiche sind der eigentliche Wert einer sauberen Baukostenplanung, lange bevor der erste Handwerker beauftragt ist.
Häufige Fragen zum Baukostenrechner
Ist der Baukostenrechner online kostenlos?+
Ja. Alle neun Schritte und das Ergebnis mit der Gesamtsumme sind kostenlos und ohne Konto nutzbar. Ein Konto brauchst du erst, wenn du deinen Baukostenplan speichern, als PDF herunterladen oder die Aufschlüsselung nach DIN 276 mit Förder- und Finanzierungsmodulen sehen willst.
Wie genau ist das Ergebnis?+
Der Rechner arbeitet mit den Kostenkennwerten des BKI Baukosteninformationszentrums und dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamts, regional gewichtet nach Bundesland. Das Ergebnis ist eine belastbare Größenordnung für die Finanzierungsplanung. Ein verbindliches Angebot ersetzt es nicht, dafür braucht es eine konkrete Planung und Angebote der ausführenden Betriebe.
Was kostet ein Haus pro Quadratmeter im Jahr 2026?+
Im Bundesdurchschnitt liegt ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus bei rund 2.250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, ohne Grundstück. Einfacher Standard beginnt bei etwa 2.000 Euro, gehobener Standard liegt bei ungefähr 3.300 Euro pro Quadratmeter.
Welche Haustypen deckt der Rechner ab?+
Der Baukostenrechner kennt 12 Haustypen, vom Tiny House über Reihenhaus, Doppelhaus und Fertighaus bis zu Massivhaus, Passivhaus, Mehrfamilienhaus und Villa. Jeder Typ hat eigene Kennwerte pro Quadratmeter.
Sind Grundstück und Nebenkosten mitgerechnet?+
Die Baunebenkosten nach Kostengruppe 700 sind mit rund 18 Prozent immer enthalten. Ob ein Grundstück mit Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch dazukommt, entscheidest du im vierten Schritt selbst.
Was ist der Unterschied zwischen Baukostenrechner und Baukostenplan?+
Der Rechner liefert die Summe. Der Baukostenplan zeigt zusätzlich, wie sich diese Summe auf die Kostengruppen der DIN 276 verteilt, welche Förderprogramme greifen und wie sich einzelne Entscheidungen auf den Preis auswirken. Diese Aufschlüsselung ist das, was Banken und Architekten sehen wollen.
Dein Ergebnis als Baukostenplan
Am Ende der neun Schritte steht deine Summe, aufgeschlüsselt nach Kostengruppen und ergänzt um passende Förderprogramme. Das Ergebnis kannst du als PDF mitnehmen, zur Hausbank oder zum ersten Gespräch mit dem Architekten.
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